Innere Medizin/ Neurologie

 

Staphylococceninfektion I.

Unzureichend behandelte Staphylococceninfektion und zu spät erkannte Herzklappenentzündung. Infolge der medizinischen Fehlbehandlung erlitt die Klägerin einen embolischen Arterienverschluss in beiden Beinen mit dem Erfordernis der beidseitigen Unterschenkelamputation.

Behandlungsfehler bejaht

Landgericht Hagen - 6 O 474/08 –

 
Gehirnblutung I.

Statt Computertomographie oder Angiographie zur Abklärung einer interzerebralen Blutung wurden Magenspülung und Intubation sowie die Ausnüchterung des leicht nach Alkohol riechenden Patienten veranlasst.

Ausgeprägtes Psychosyndrom nach traumatischer Subarachonoidalblutung (Gehirnblutung) und Unterbringung in einem Pflegeheim.

Behandlungsfehler bejaht

Landgericht Dortmund - 4 O 103/07 –


Penicillin-Allergie

Trotz bekannter Penicillin-Allergie Verabreichung eines penicillinhaltigen Antibiotikums im Rahmen einer Gallensteinoperation.

Notwendigkeit von zwei weiteren stationären Behandlungen; schlechte Leberwerte.

Behandlungsfehler bejaht

außergerichtliche Einigung 2010


Gehirnblutung II.

Verspätete Abklärung einer Subarachnoidalblutung (Gehirnblutung) nach Aneurysmarupturen.

Dauerhafte Beeinträchtigung des Kurz- und Langzeitgedächtnisses, Konzentrationsstörungen, Schwindel- und Kopfschmerzattacken.

Behandlungsfehler verneint

Gutachterkommission für ärztliche Haftpflichtfragen ÄK Münster, 2010

 
Staphylococceninfektion II.

Staphylococceninfektion nach Implantierung einer Hüftprothese und unterlassene Abklärung einer Darmperforation mit eitriger Bauchfellentzündung.

Schwere bakterielle Lungenentzündung mit mehrwöchigem stationärem Aufenthalt.

Behandlungsfehler verneint

Gutachterkommission für ärztliche Haftpflichtfragen Münster, 2011


Schlaganfall I.

Aufgrund verspäteter Heparingabe Entwicklung eines linksseitigen leichtgradigen Schlaganfalls und eines ausgedehnten Posteriorinfarkts (Hirninfarkt) links.

Dauerhafte Gesichtsfeldeinschränkung beidseits, stark eingeschränkte Orientierungsfähigkeit im Raum und Störung des fortlaufenden Lesens.

Behandlungsfehler bejaht

Landgericht Dortmund - 4 O 55/12 –


Schlaganfall II.

Verkennung der klinischen Symptome eines Schlaganfalls und Behandlung als Krampfanfall. Unterlassene Abklärung des ischämischen Geschehens mittels MRT, PCT oder CTA. Keine Übernahme in die Stroke-Unit. Kein Lyse (medikamentöse Auflösung eines Blutgerinnsels) trotz offenem Zeitfenster.

Rechtseitige Hemipares (Teillähmung) mit Halbseitenblindheit, Sprach- und Gleichgewichtsstörungen sowie kognitiven Einschränkungen.

Behandlungsfehler (bisher) verneint

Landgericht Bochum - I-6-O 179/12 –

Oberlandesgericht Hamm - I-26 U 14/14 –

laufendes Verfahren beim BGH - VI ZR 423/15 -


Polyarthritis

Trotz negativem Rheumafaktor und trotz unauffälliger Entzündungswerte fehlerhafte Befundung einer psychosomatischen Erkrankung als chronischer Polyarthritis (Autoimmunerkrankung mit schubweisem gelenkzerstörendem Verlauf, die im Extremfall zum Organbefall und Tod des Betroffenen führen kann) und entsprechende fünfjährige Therapie.

Nach fünfjähriger täglicher Einnahme von Kortisonpräparaten, Antirheumatika und Schmerzmitteln erhöhte Leberwerte, geschwollene Füße, Beeinträchtigung des Herz-Kreislauf-Systems, beginnende Osteoporose und Magenschleimhautentzündung; starke psychische Belastung aus Angst vor einem progressiven Krankheitsverlauf der Polyarthritis.

Behandlungsfehler bejaht

außergerichtliche Erledigung, 2012

 
Aderlass

Aderlass mit einer Blutentnahme von 1000 ml und trotz bekannter fieberhafter Harnwegsinfektion und vorbestehender Sinusvenenthrombose (thrombotischen Verschluss einer großen Hirnvene).

Schlaganfall; Hemiparese (inkomplette Halbseitenlähmung)

Behandlungsfehler bejaht

außergerichtliche Erledigung, 2013


Kortisontherapie

Verspätete Supplementierung (ergänzende Versorgung mit Nährstoffen zum Ausgleich eines Defizits) mit Kalzium/Vitamin-D im Rahmen einer langfristigen und hochdosierten Kortisontherapie. Verspätete Reduzierung der Kortison-Tagesdosis.

Osteoporose (Knochenschwund) mit Wirbelkörperfrakturen.

Laufendes Verfahren    

Landgericht Dortmund - 12 O 364/14 –


Diabetes mellitus

Unzureichende Befunderhebung (kein Blutbild, kein internistisches/neurologisches Konzil) und Verkennung einer Diabetes mellitus Typ IIb (Zuckerkrankheit) mit diabetischer Polyneuropathie (Erkrankungen des peripheren Nervensystems). Statt dessen Infusionstherapie und Krankengymnastik wg. altem Bandscheibenvorfall.

Um zwei Monate verzögerte Heilbehandlung; fragliche Kausalität mit späterem Infarkttod.

Behandlungsfehler verneint

Amtsgericht Hattingen - 15 C 200/09 -

Landgericht Essen - 13 S 35/10 -

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